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Portugal und Bulgarien: die Judith Cohen Collection

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Judith Cohen: Bulgaria Gergina and Trojan JCohen2006 #1

Judith Cohen | Judith Cohen: Bulgaria Gergina and Trojan JCohen2006 #1 | Photographie | Bulgarien | 2006 | dan_00200 Rights held by: Judith Cohen | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Judith Cohen – Private Archive

Einführung

Die Judith Cohen Collection enthält Bilder und Texte zu den Rom_nja aus Portugal – speziell aus der Region Belmonte – und aus Bulgarien. Während Dr. Judith R. Cohen selbst keine Romni ist, hat sie mit Sinti und Roma aus unterschiedlichen Teilen der Welt zusammengelebt und -gearbeitet und bietet respektvoll Einsichten in eine sehr spezifische Gemeinschaft und Familie. Diese Sammlung ist deshalb relevant, weil sie zeigt, wie der Flamenco, ein traditioneller Tanz der spanischen Rom_nja, seinen Weg in benachbarte Länder gefunden hat. Cohens Bilder aus Bulgarien zeigen eine berühmte bulgarische Roma-Familie beim Singen eines Liedes mit dem Titel »Ushti Baba, Ushti«, das dann auch besprochen wird.

Portugal: Hintergrundinformation

Portugal bildet einen Teil der vielen regionalen Einheiten der iberischen Halbinsel. Das Land befindet sich westlich von Spanien, dem einzigen Land, mit dem es eine Grenze teilt. Die koloniale Vergangenheit Portugals, die vor über einem halben Jahrtausend begann, hat Spuren ethnischer Vielfalt zurückgelassen. Wie Eric Solsten (1993) zeigt, leben Menschen aus den früheren Kolonien vor allem in Lissabon, zu ihnen gehören Angolaner_innen, Mosambikaner_innen sowie Menschen aus São Tomé, Timor, Goa und Mação. Zwei weitere Gruppen werden oft nicht bedacht, sind aber beide ein wichtiger Teil der Geschichte dieses Landes: die portugiesischen Ciganos und die portugiesischen Juden. Während diese beiden Gemeinschaften nicht direkt miteinander zu tun haben und ihre eigenen Traditionen und unterschiedliche Glaubensrichtungen praktizieren, gibt es eine Beziehung zwischen ihnen, denn sie haben in Teilen von Portugal Seite an Seite gelebt, insbesondere in der Region Belmonte, was für die Judith Cohen Collection relevant ist.

In Portugal leben ungefähr 50.000 Rom_nja, konzentriert in Lissabon, Setúbal, im Alentejo und an der Algarve. Die größten Gemeinschaften an der Algarve scheinen in den Städten Portimão, Loulé und Faro zu leben. Nach den Zahlen der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarats leben über das Land verteilt zwischen 40.000 und 50.000 Rom_nja. Derselbe ECRI-Bericht unterstreicht, dass sich die Rom_nja vor allem hinsichtlich von Erwerbstätigkeit, Wohnungsbeschaffung, Gesundheitsversorgung und Bildung mit Schwierigkeiten konfrontiert sehen. Während diese beträchtliche Population an diversen gesellschaftlichen Fronten mit Herausforderungen zu kämpfen hat, ist die in der Judith Cohen Collection dargestellte Gemeinschaft gut integriert und spiegelt nicht die stereotypischen Bilder wieder, die oft mit Roma-Familien assoziiert werden.

Dr Judith Cohen (externer Link) ist Performerin und Ethnomusikologin. Ihre Spezialgebiete sind jüdisch-spanische (Ladino) sephardische Lieder wie auch mittelalterliche und traditionelle Musik, dazu gehört die Balladenkunst auf dem Balkan, einschließlich der portugiesischen, jiddischen und frankokanadischen, paneuropäischen Balladen und Lieder aus kryptojüdischen Regionen an der Grenze von Portugal und Spanien.

Cohen ist die Redakteurin der Serie zu Spanien des Alan Lomax Projects, das mit der Association for Cultural Equity (external Link) durchgeführt wird. Sie redigiert und schreibt nicht nur Begleittexte für die Serie, sondern hat auch fast alle noch in spanischen Dörfern lebenden Männer und Frauen interviewt, die Lomax 1952 aufgenommen hatte, und arbeitet an einer Ausgabe ihrer spanischen Feldtagebücher. Sie war der erste Alan Lomax Fellow an der Library of Congress in Washington, vergeben durch das an der Institution angesiedelte American Folklife Center und die John W. Kluge Foundation.

Cohens 1986 geborene Tochter Tamar Ilana Cohen Adams tritt häufig mit ihr auf. Ihr Repertoire und ihre Vorträge stützen sich auf ihre Feldstudien in Dörfern mehrerer mediterraner Länder sowie in städtischen Migranten-Communitys, und bei diesen Feldstudien hat sie viele Roma-Familien in ganz Europa kennengelernt, mit ihnen gelebt und gearbeitet. Besonders relevant für diese Sammlung ist ihre Arbeit mit portugiesischen Rom_nja, oder, wie sie sie, wie in Portugal üblich, nennt, den Ciganos, und den Rom_nja aus Bulgarien.

Flamenco in Belmonte

Bei der Vorbereitung des Materials für RomArchive führten Judith R. Cohen und ihr Team zahlreiche Gespräche, in denen die Bilder und Videos besprochen und Begleittexte produziert wurden. Für die Sammlung haben wir insgesamt sechs Bilder von Roma-Familien aus Belmonte in Portugal und zwei Artikel erhalten. Der erste Artikel, »From Spain to Bulgaria«, ist ein siebenseitiger, für »Folk Dancer« geschriebener Text, veröffentlicht von der Ontario Folk Dance Association. Er enthält mehrere Bilder von Cohens Reise nach Bulgarien und Portugal im Jahr 2006.

Der zweite Artikel ist ein wissenschaftlicher Text: »Music in the Lives of Judeus and Ciganos in a Portuguese Village: Two Adjacent and Separate Minorities«. Der Aufsatz ist erschienen in The Human World and Musical Diversity: Proceedings from the Fourth Meeting of the ICTM Study Group »Music and Minorities« in Varna, Bulgarien, als Teil der Tagung der Studiengruppe Music and Minorities, einer der Untergruppen des ICTM, des mit der UNESCO assoziierten International Council for Traditional Music.

Der Artikel untersucht sorgfältig die Beziehung zwischen der portugiesischen jüdischen Gemeinde und der portugiesischen Roma-Gemeinschaft in Belmonte, Portugal. Cohen schreibt: »Allerdings ist die Beziehung zwischen Roma und Juden in Portugal vollkommen anders als in Osteuropa, wo Juden und Roma tatsächlich auf eine lange Geschichte der musikalischen Zusammenarbeit zurückblicken.« (Cohen 2008, S. 135) Und später im Text heißt es, dass ein Cigano aus Guarda in der Nähe von Belmonte anmerkte, dass Musik und Tanz eine zentrale Rolle bei den Festen der Ciganos spielen, aber ein Großteil der Musik anderer Herkunft ist. Die Fotografien, die Teil des portugiesischen Bereichs der Sammlung sind, unterstreichen genau diesen Punkt: Wir sehen junge Mädchen, die bei einem Familienfest tanzen – und viele von ihnen tanzen Flamenco. Cohen berichtet, dass die jungen Mädchen Flamenco oft zuerst im Fernsehen sahen und dann ihre eigene Version des davon tanzten.

Judith Cohen | Ciganas Belmonte: Judith, Tamar, and Carloina at the Guarda Market | Photographie | Portugal | 1997 | dan_00192 Rights held by: Judith Cohen | Licensed by: Judith Cohen | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Judith Cohen – Private Archive
Judith Cohen | Portugal Judith Cohen: Cigan Danca 8 Carina | Photographie | Portugal | 1997 | dan_00195 Rights held by: Judith Cohen | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Judith Cohen – Private Archive

Ein Großteil der Bilder zeigt Familien, die Judith R. Cohen persönlich kennt und mit denen sie ab den späten 1990er Jahren über zwei Jahrzehnte beträchtliche Zeit verbracht hat. Viele der Mädchen in den Bildern sind mittlerweile junge Frauen und nehmen in ihrer Gemeinschaft eine positive Vorbildrolle ein.

Bulgarien

Čoček: Bulgarischer Balkantanz der Roma

In Osteuropa gibt es eine große Roma-Community, und laut Elena Marušiakova und Vesselin Popov (2000) fand die Ankunft der ersten Rom_nja in Bulgarien bereits im 12. und 14. Jahrhundert statt, aber andere Forscher_innen vertreten die Meinung, sie seien bereits im 9. Jahrhundert dort angekommen. Die Autor_innen unterteilen die Gemeinschaft in drei relativ klar zu unterscheidende Gruppen, zu denen es auch noch Untergruppen gibt, die hier nicht aufgelistet werden, aber in Aleksandar Marinovs Dissertation »Inward looking: the impact of migration on ›Romanipe‹ from the Romani perspective« aus dem Jahre 2016 zu finden sind:

»Die Metagruppe der niedergelassenen Roma oder Yerlia ist die zahlreichste und vielfältigste. Dies sind Nachfahr_innen der ersten Migrationswelle von Roma, die unterschiedliche Romanes-Dialekte der Balkangruppe sprechen. Erhebliche Teile dieser Gruppe ließ sich bereits während des Osmanischen Reichs in städtischen oder dörflichen Mahalas (Roma-Vierteln) auf dem Balkan nieder. Die Gemeinschaft der Yerlia lässt sich in zwei Untergruppen unterteilen – Dasikane Roma / »bulgarische Roma« (Christen) und Xoraxane Roma / »türkische Roma« (Moslems). [...] Eine zweite große und sehr ausgeprägte Gemeinschaft unter den bulgarischen Roma ist die der Kaldarasha / Kardarasha, Nachkommen der dritten Migrationswelle. [...] Eine dritte und klar unterscheidbare Hauptgruppe sind die Rúdara (die von den Bulgar_innen »walachische Zigeuner« oder Vlaxs genannt werden). Die thrakischen Kalaydzhia (Spengler) nehmen einen sehr spezifischen Platz zwischen den beiden wichtigsten metagroup-Gesellschaften (_Yerlia_ und Kardarasha) ein.«
Marušiakova und Popov 2000, S. 3 f.

Dieser grundlegende Überblick über bulgarische Rom_nja hilft dabei, die Migrationswellen zu verstehen, aus denen die Gemeinschaft besteht. Aleksandar Marinov (2016) schreibt, dass Rom_nja in Bulgarien, ähnlich wie Sinti und Roma auf der ganzen Welt, es oft aus dem einen oder anderen Grund bevorzugen, ihre ethnische Identität zu verschweigen. Somit können die Musik und Tänze als »Hardcopys« (Whatley 2014) dieser vielschichtigen und kulturell vielfältigen und reichhaltigen Vergangenheit dienen. In »The Encyclopedia of World Folk Dance« schreibt Mry Ellen Snodgrass, dass die Anwesenheit von Rom_nja in Bulgarien einen Minderheiten Folk-Strang mit der ethnischen Musik von Sofia verbunden habe. Diese Musik namens Chalga verwebt im Klang und in den hedonistischen Texten griechisches und byzantinisches kulturelles Erbe miteinander:

Bei Banketten und Hochzeiten auf dem Balkan im frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich der Čoček, ein beliebter kroatisch-serbischer Kettentanz für Frauenkleider tragende Männer, entwickelt aus der Bauchtanztradition muslimischer Roma und osmanischer Militärblaskapellen. Einige Historiker_innen führen die pumpenden Rhythmen des Čoček zurück auf die vedischen Tänze um 1700 vor unserer Zeitrechnung zurück, die zur Verehrung von hinduistischen Gottheiten getanzt wurden. Der ursprüngliche Čoček verband Gemeinschaftstänze mit bulgarischen Heilritualen, die Regen bringen und die Fruchtbarkeit der Herdentiere fördern sollten.

Snodgrass 2016, S. 262

Miriam Peretz (2006) schreibt, dass viele Menschen überzeugt sind, die Ursprünge vieler Roma-Tänze seien rituell und in gewisser Weise Alltagsversionen der heiligen Tänze des vedischen Indiens. Ein Beispiel sind die Romnija-Tänzerinnen in Bulgarien, die in einem Tanz namens Paparuda mit Wasser besprengt werden, um es regnen zu lassen.

Aber der Čoček bleibt ein Schwerpunkt dieses Texts, denn dies ist ein Tanz, der von Rom_nja auf dem Balkan und in der Türkei getanzt wird. Carol Silverman (2012) erklärt, der Čoček – oder Cucek in Mazedonien und im Kosovo und Kyuchek in Bulgarien – sei der typischste Einzeltanz der Rom_nja und kann auch einen Line Dance bezeichnen.

Als Solo wird er improvisiert und verwendet Handgesten, Becken- und Bauchbewegungen sowie Schulterschütteln. Ebenso gehören Sprünge, Drehungen, komplizierte Schrittmuster und Schulterbewegungen dazu. Sowohl Männer als auch Frauen heben ihre Arme und Hände hoch und schnipsen mit den Fingern. Der Frauentanz enthält einige Hüftbewegungen, die allerdings viel subtiler sind als im nahöstlichen Tanz. Beim Männertanz wird gesprungen, in die Hocke gegangen und gestampft, dazu wird mit der Hand auf den Körper geschlagen und es werden andere Klang erzeugende Körperbewegungen vollführt (Peretz 2006).

1967 reiste Elsie Dunin nach Skopje in Mazedonien und dokumentierte über Jahrzehnte digital Roma-Tänze. So konnte sie Veränderungen und Abweichungen von »Originalen« und dem, was später »inszeniert« wurde, verfolgen und aufzeichnen. Ihre Feldforschung zeigt, dass früher der Solotanz nur bei privaten Anlässen aufgeführt wurde:

Das Solo wurde nur bei privaten, abgetrennten Ereignissen getanzt, beispielsweise als Teil der fünftägigen Hochzeitsfeierlichkeiten oder der dreitägigen Festivitäten bei der Beschneidung eines Sohnes oder bei der Namensgebung für ein neugeborenes Kind. Während des Ereignisses wurde von jeder anwesenden Frau erwartet, dass sie sich vom Boden erhebt, um eine Art »Bauchtanz« zu tanzen, eine vertikale Auf-und-ab-Bewegung des Bauches (mit den Begriffen der Labanotation ausgedrückt, ist dies eine Salto-Bewegung des Beckens), die Arme werden ungefähr auf Schulterhöhe in einer improvisierten Folge bewegt, die Finger werden geschnipst, während sich die Füße im Takt der Musik bewegen, üblicherweise einem 9/8-Rhythmus. Die Musikbegleitung stammte von einer angeheuerten Romni, die sang und in ihrer linken Hand aufrecht ein Tamburin hielt, dessen Fell sie mit der rechten Hand schlug; wohlhabendere Familien verwendeten einen Plattenspieler für Platten mit einer Drehzahl von 45 mit türkischen Melodien im 9/8-Takt. (Dunin 2006, S. 183)

Carol Silverman (2012) beschreibt das Verfahren, wie solche Balkantänze in heutigen Kontexten »konsumiert« und »reproduziert« werden, und untersucht dabei auch genau die Communitys, die diese Musik und Tänze verinnerlichen und sie sich in manchen Fällen auch aneignen.

Bulgarische Balkanmusik der Roma

Die bulgarische Balkanmusik der Roma umfasst eine Vielfalt an Instrumentierung, dabei spielen die Violine, die Klarinette, die Cobza (eine Art Laute), das Akkordeon, das Tamburin und die Trommel die wichtigsten Rollen. Zwei der Personen, die in Cohens Sammlung präsentiert werden, sind Gergina Ilieva und Trojan Iliev. Sie sind die Autor_innen des 2013 bei DiMax erschienenen Buches »I wish I were a Gypsy«.

Hier ist anzumerken, dass Gergina Ilieva und Trojan Iliev auch die Eltern von Azis (Wassil Trajanow Bojanów) sind, einem bulgarischen Rom und Popsänger, der für seine exzentrischen Bühnenauftritte bekannt ist – vor allem dafür, dass er Geschlechtergrenzen hinterfragt. In ihrem Artikel berichtet Judith R. Cohen, wie sie Trojan Iliev kennenlernte:

Wir kennen unsere Freunde dort aus Spanien, wo Trojan vor ein paar Jahren meisterhaft auf dem Hauptplatz von Madrid Akkordeon gespielt hat und ich stehengeblieben bin, um ein paar Rhythmen mit einer Rahmentrommel hinzuzufügen, die ich zufällig bei mir hatte. Wir haben ein paar Konzerte zusammen gegeben und sind sehr gute Freunde geblieben. (Cohen 2006, S. 6)

Belmonte, Portugal (2006) Judith Cohen, Tamar Cohen, Gergina Ilieva und Trojan Bojanov Iliev

Rights held by: Judith Cohen | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 Interantional | Provided by: Judith Cohen – Privat Archive

In dem kurzen Video, das Teil der Sammlung ist, sehen wir, wie Cohen das Lied »Ushti Baba, Ushti« (Wach auf Vater, wach auf) erklärt, das mit den Worten Haliamen Baba beginnt. Cohen erzählt, dass Gergina Ilieva die Worte für sie in der Sprache, die sie Gitano nennt, aufgeschrieben habe, und dass Azis’ Tante, Ilievas Schwester, »Ushti Baba, Ushti« gesungen habe, wovon Cohen ihnen eine MP3-Aufnahme schickte, damit sie den Text transkribieren konnten. Snodgrass verweist ebenfalls auf dieses Lied und deutet an, dass das Hochzeitslied »Ushti Baba, Ushti« in religiösen Gemeinschaften Schock und Entrüstung ausgelöst habe. Dies mag für Snodgrass zutreffen, aber Gergina Ilieva und Trojan Iliev sind selbst beide religiös und singen Cohen zufolge nur in »Gitano« oder »todo por Dios« (alles für Gott). (Cohen 2008)

Judith Cohen | Judith Cohen: Bulgaria Gergina and Trojan JCohen2006 #2 | Photographie | Bulgarien | 2006 | dan_00198 Rights held by: Judith Cohen | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Judith Cohen – Private Archive
Judith Cohen | Judith Cohen: Bulgaria Gergina and Trojan JCohen2006 #1 | Photographie | Bulgarien | 2006 | dan_00200 Rights held by: Judith Cohen | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Judith Cohen – Private Archive

Judith R. Cohen unterstützt und schreibt seit Jahrzehnten über die Roma-Communities, tritt mit Rom_nja auf und arbeitet eng mit ihnen zusammen. Sie erzählt Geschichten davon, wie sie mit Familien zusammensitzt, und als sie einmal in Belmonte ankam, sind die Enkelkinder der Matriarchin Dona Carolina auf der Straße auf sie zugelaufen und sagten ihr, ihre Großmutter erwarte sie schon zu einem Kaffeebesuch, denn »du sagst immer, ihrer sei der beste in ganz Portugal« (Cohen 2008). Cohen weiß sehr viel über die Familien, mit denen sie so viel Zeit verbracht hat, interessiert sich für ihr Wohlergehen und schätzt ihre Beziehungen sehr.