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Káva: Szobor

István Gábor Takács | Káva: Szobor | Ungarn | 2014 | the_30021

Rights held by: István Gábor Takács | Licensed and provided by: István Gábor Takács | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International

István Gábor Takács | Káva: Szobor | Ungarn | 2014 | the_30021 Rights held by: István Gábor Takács | Licensed and provided by: István Gábor Takács | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International

Credits

Rights held by: István Gábor Takács | Licensed and provided by: István Gábor Takács | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International

Synopsis

Der Entstehung von »Szobor«, ungarisch für »Denkmal«, ging eine Reihe von Morden an Rom_nja in Ungarn voraus. Das Stück basiert auf der wahren Geschichte eines deutschen Bildhauers, der eine Skulptur zu Ehren der ermordeten Rom_nja schuf und sie den Gemeinden anbot, in denen diese Menschen gelebt hatten; er wurde aber überall abgelehnt. Im Stück erhält der Bürgermeister des Dorfes diese Skulptur mit der Post, versteckt sie aber umgehend unter seinem Haus, um Konflikte mit den Dorfbewohner_innen zu vermeiden. Genauso wie Kreon in der »Antigone« des Sophokles (und wie die Anführer vieler Orte) versucht er, etwas sehr Menschliches zu verhindern, indem er es vor den Augen der Öffentlichkeit verbirgt: das Andenken an die Toten. Ein Junge, ein Freund eines der Opfer, der kein Rom ist, handelt wie Antigone in Sophokles’ Stück: Er kämpft dafür, dass das Andenken an seinen Freund erhalten bleibt. Die Tochter des Bürgermeisters, die die Freundin des Jungen ist, ist der Ismene (aus Sophokles’ Drama) ebenbürtig: Sie steht in der Mitte und kann sich nicht entscheiden, wessen Seite sie einnehmen soll.

Das Stück ist im Hinblick darauf konzipiert, Interaktivität mit dem Publikum zu erzeugen. Die Schauspieler_innen und weitere Mitwirkende sitzen zusammen mit dem Publikum in einem »Ring«. Die einzigen Töne, die beim Ein- und Austreten der Zuschauer_innen verwendet werden, sind die Geräusche eines Geländewagens, der eine Schotterstraße hinunterfährt, da bei den tatsächlichen Morden ein Geländewagen zu den vorherbestimmten Orten gefahren wurde, um die schrecklichen Taten auszuführen. Zusammen mit den Mitwirkenden und von Lichteffekten begleitet, führen die drei Figuren das Publikum zu der Entdeckung, dass die Skulpturen, die von so vielen Gemeinden abgelehnt wurden, heute mehr als nötig sind, um die Erinnerung an die ermordeten Rom_nja zu bewahren.

Details

original title
Szobor
übersetzer Titel
Monument
Land
Produktion
circa 2014
Produktionsstab
Objektnummer
the_30021

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