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Gila

Miguel Ángel Vargas Rubio | Gila | Spanien | 2017 | the_30041

Rights held by: Alejandro Espadero | Licensed by: Manuel Gómez Romero | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Manuel Gómez Romero – Private Archive

Miguel Ángel Vargas Rubio | Gila | Spanien | 2017 | the_30041 Rights held by: Alejandro Espadero | Licensed by: Manuel Gómez Romero | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Manuel Gómez Romero – Private Archive

Credits

Rights held by: Alejandro Espadero | Licensed by: Manuel Gómez Romero | Licensed under: CC-BY-NC-ND 4.0 International | Provided by: Manuel Gómez Romero – Private Archive

Synopsis

Die Idee für das Stück »Gilă: El Exilio interior hecho Poema« (›Gilă: Das innere Exil als Gedicht‹) entsteht im Rahmen einer Auftragsarbeit, die anlässlich des 50. Geburtstags des 1966 gegründeten Ensembles Teatro Estudio Lebrijano – dieses revolutionären Meilensteins im unabhängigen politischen Theater – der Kulturverein Juan Bernabé zusammen mit dem Kunsthistoriker, Theaterregisseur, Bühnenbildner, Produzenten und Schriftsteller Miguel Ángel Vargas Rubio und dem Flamencosänger José Valencia auf den Weg bringt. Unterstützt von der Agentur El Mandaito Producciones machen sie sich daran, ihrem Traum Gestalt zu geben: die Geschichten und die Gefühle ans Licht zu holen, die der zeitgenössischen Roma-Poesie so tief und mannigfaltig eingeschrieben sind.

»Hochzeit in Auschwitz«, ein Werk des Philosophen, Journalisten und Dichters Rajko Đurić und Literaturnobelpreis-Kandidaten, wird so, erstmalig auf die Bühne gebracht, zum Handlungsfaden einer gebrochenen Erzählung. Erinnerung, Traum und Wahnsinn, Freude und Tod verbinden sich darin zu einem Parcours durch das Leben eines Schriftstellers und Häftlings im Konzentrationslager Auschwitz. Das Wort »Rom« wird nicht ein einziges Mal ausgesprochen, allerdings ahnt man die Roma-Präsenz durch eine paradoxe Auslassung, durch die sich offenbart, wie Leben und Tod in all ihrer Härte das fragile Gebäude der Identität zerstören. Dagegen schweben die Gedichte von Bajram Haliti, Nadia Hava-Robbins, José Heredia Maya, Helios Fernández oder Isaac Motos würdig über die Bühne, die mit Steinchen bestreut und von einem Drahtverhau umzäunt ist; der Blick öffnet sich großzügig auf einen staubigen Tisch und eine alte Schreibmaschine, wodurch es möglich wird, die Tragödie ausgehend vom Romipen zu erspüren, ohne diesen erwähnen zu müssen; schließlich war die Identität der Grund, weshalb die Nazis so viele Vorfahren vernichteten. José Valencia singt sich meisterlich durch die Malagueñas, Seguiriyas, Bulerías und Soleás, spielt dabei mit den Gesetzen und Grenzen des andalusischen Cante Gitano und singt sogar auf Romanes mit der Kompanie von Juan Requena (Gitarre), Daniel Suárez (Percussion) und Bat’o Hangonyi (Cello).

Details

Land
Produktion
circa 2017
Produktionsstab
Objektnummer
the_30041

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Verwandte Personen und Begriffe

Themen Poesie, Identität

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